Projektreise Suedamerika2013

Eine Reise für die Eva Niemack- Claudia Jahnke Stiftung mit Plan International


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5. Tag: Tarija-Padcaya

DSC_0250Diesen Tag haben wir in der Gemeinde Padcaya, ca. eine Stunde von Tarija entfernt,  verbracht. Dort werden im Rahmen des Friedensprojektes erste Workshops mit Jugendlichen durchgeführt. Doch zunächst wurden wir von der Gemeinde begrüßt und uns wurden unterschiedliche Projekte vorgestellt, die hier durchgeführt werden. Es waren auch Vertreter der beteiligten Organisationen Abocol und UNIR dabei. Wir wurden ganz offiziell begrüßt und mit den Produkten aus der Region kulinarisch verwöhnt. Leiderverspätete sichder Bürgermeister um drei Stunden, nahm dann aber den Rest des Tages, auch am gemeinsamen Gespräch mit den Jugendlichen teil.

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Es gibt viele Herausforderungen in dieser Gegend, denn viele kleinere Dörfer sind nur schlecht zu erreichen. Themen wie Gewalt gegen Kinder und Frauen wurden angesprochen und wie gering die Chancen noch sind, dagegen vorzugehen. Plan unterstützt hier einige Projekte, die unter anderem Volunteers ausbilden, die dann in den Dörfern vor Ort Ansprechpartner sind und unterstützen können. Denn die Kommune setzt häufig andere Prioritäten, als dieses Thema mit mehr Personal oder Infrastruktur anzugehen.

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Es gab Gelegenheit, mit den jugendlichen Workshopteilnehmern zu sprechen. Sie selbst stellten sich und ihre drängendsten Probleme vor. Fehlende sexuelle Aufklärung in der Schule, Tabuisierung des gesamten Themas Aufklärung, Mobbing, fehlende Unterstützung durch die Gemeinde zur Durchsetzung ihrer Interessen und auch das Thema Gewalt wurden angesprochen. Viele der Jugendlichen müssen sich gegen Vorbehalte sowohl ihrer Eltern als auch innerhalb der Gemeinde wehren und durchsetzen, an diesen Workshops teilzunehmen. Hier werden neue Formen der Konflikterkennung und -lösung vorgestellt und erlernt. Unser Besuch sollte auch gegenüber der Gemeinde nochmals die Relevanz dieses Projektes betonen und so die Plan Mitarbeiter vor Ort unterstützen.

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Danach hatten wir noch Gelegenheit, eine Familie und deren Hof kennenzulernen, die an dem Projekt zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Nutzung und Ernährung teilgenommen haben.

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Es gibt ja ein Thema, was alle Länder und alle Generationen verbindet: Fussball!

Also wurde gemeinsam mal ein bißchen gebolzt. Messi ist der Held dieser kleinen Ballkünstler und der Sieg der Bolivianer gegen Argentinien vor ein paar Wochen ist für sie legendär. Wiebe wollte sich als niederländischer Messi „verkaufen“, was dann doch alle erheiterte 😉

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4.Tag: Tarija

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Auf diesen Tag hatten wir uns schon sehr gefreut, denn heute ging es in den Süden nach Tarija, wo wir die Arbeit des Stipendienprogramms, welches wir im letzten Jahr unterstützt haben, kennen lernen.

Wir wurden von den Mitarbeitern des Plan Büros Tarija herzlich begrüßt und es waren sechs Mädchen aus dem Programm direkt aus Yunchara dabei. Nach der Präsentation der Arbeit in diesem Distrikt, konnten wir uns in kleinen Gruppen mit den Mädchen unterhalten.

DSC_0215Nachdem das „Eis etwas geschmolzen“ war, stellten auch die Mädchen uns ein paar Fragen. Welchen Beruf wir haben, warum wir hier in Bolivien unterstützen usw. Die Mädchen werden im nächsten Jahr die Sekundarschule (ähnlich 9. Klasse bei uns) abschließen und möchten danach eine Ausbildung beginnen, bzw. studieren.

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Plan hat ein Projekt begonnen, in dem die technische Ausbildung von Mädchen und Jungen durchgeführt wird. Zwei Absolventinnen des Programms berichteten von ihren Erfahrungen und  uns wurde auch aus dem Gespräch mit den Mädchen klar, dass es wichtig ist, nun diesen nächsten Schritt in Richtung Berufsausbildung zu unterstützen. Darüber sicher dann mehr auf der Stiftungsseite nach unserer Rückkehr.

Der Abend mit den Plan-Mitarbeitern aus Tarija war sehr nett  und es hat uns viel Spaß gemacht (wie man auf dem zweiten Bild sieht ;-).

3. Tag: La Paz

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Im Plan Büro La Paz wurden wir von der Country Direktorin Jennifer begrüßt.Neben den Plan Mitarbeitern waren auch deren Kollegen von den Organisationen Abocol und UNIR vor Ort, denn die drei Organisationen führen gerade in Bolivien ein gemeinsames Projekt „Friedensförderung“ durch. Dieses wird maßgeblich von der Heinrich Siegmann Stiftung finanziert, deren Vorstand Herr Rönning zu unserer Reisegruppe gehört. Über das interessante Projekt werde ich an anderer Stelle nochmals ausführlicher berichten.

DSC_0155Nachmittags stand noch ein bißchen Sightseeing auf dem Programm. Wir sind ein bißchen durch den „spanischen“ Altstadtteil, mit dem Theatro Municipal, geschlendert.

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Neben der bolivianischen Flagge findet man hier auch immer die gemeinsame Flagge der indogenen Bevölkerung.

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2.Tag: Huarina und Titicacasee

El AltoHeute ging es etwas Verspätung los in Richtung Titicacasee in die Gemeinde Huarina. Zunächst hinauf auf 4.000 Höhenmeter Richtung und durch El Alto, einer angrenzenden Stadt, in der auch der Flughafen liegt.

 

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In einem Ort der Gemeinde Huarina warteten im Jugendclub, der von Plan und einer anderen Organisation in Zusammenarbeit mit der örtlichen Communidad unterhalten wird, etliche Kinder, Jugendliche und deren Betreuer auf uns.

Der sehr engagierte „Rat“ der Jugendlichen stellte seine Arbeit vor und was ihre Hauptanliegen sind. Vorrangig ist dies die Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Zum Teil auch vor dem Hintergrund, dass die Kinder häusliche Gewalt auch selbst erfahren haben.

Es hat uns sehr, sehr beeindruckt, mit welcher „Verve“ die Arbeiten vorgestellt wurden. Seien es Projekte zur Einbeziehung von Tauben und Stummen, seien es Anträge gegen Kinderarbeit oder aber das Eintreten für Waisen, die von keinerlei sozialem Netz in Bolivien aufgefangen werden und daher gezwungen sind, zu arbeiten.

Die Jugendlichen führten uns noch ein kleines Theaterstück vor, in welchem sie die Gewalt gegen Frauen darstellen und was sie in anderen Dörfern und Gemeinden präsentieren.

„Teile, was Du hast“ – daher wurden wir noch zu einem Imbiss eingeladen und haben noch einige Fragen zum Leben der Kinder und Jugendlichen stellen können. Es war ein sehr herzlicher Empfang, der uns bereitet wurde und wir waren sehr beeindruckt von der Arbeit aller Beteiligten.

Nachdem uns beim Mittagessen auch der Bürgermeister der Stadt Huarina begrüßt hatte, standen doch noch ein kleines touristisches Programm an: eine Fahrt mit einem Boot, welches der RaII von Thor Heyendahl nachempfunden wurde, das er hier am Titicacasee anfertigen ließ und mit dem er den Atlantik überquerte. Das Oberhaupt der Familie Limachi soll noch am Originalbau Anfang der siebziger Jahre dabei gewesen sein.

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1. Tag: Ankunft in La Paz, Bolivien

Nach über 24 Stunden Reise sind wir recht erschöpft, aber gut angekommen.

Beim Frühstück haben wir dann unsere Mitreisenden kennengelernt. Ob der „Höhenanpassung“, La Paz liegt auf einer Höhe zwischen 3.600 und 4.300 Metern, ließen wir es heute ruhig angehen und schauten uns die San Francisco Kathedrale an und schlenderten kurz durch ein paar Strassen.

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Hotelblick

San Francisco

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