Projektreise Suedamerika2013

Eine Reise für die Eva Niemack- Claudia Jahnke Stiftung mit Plan International


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20.Tag: Lima -Airport

Nach kurzem Flug sind wir in Lima gelandet, von wo es morgen früh ins winterliche Berlin zurückgeht.
Zum Abschluß stoßen wir mit einem Pisco Sour auf eine bewegende, interessante und manchmal etwas abenteuerliche Reise durch Bolivien und Peru an!
Dank an Plan Bolivien und Peru für die herzliche Gastfreundschaft und die Einblicke in ihre Arbeit hier vor Ort. Dank auch an das Plan Stiftungszentrum Deutschland für die Organisation und Begleitung vor Ort! Und danke an alle mitreisenden Stifter und Paten, für die schönen gemeinsamen und freudvollen Momente!!!

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19.Tag: Huaca de la luna, Huaca del sol

DSC_1054An unserem letzten Tag ging es noch einmal 15km südlich von Trujillo zur Huaca de la luna und zur Huaca del sol. Diese beiden  Moche-Pyramiden werden von einer privaten Stiftung betreut, der Unterschied zu Chan Chan ist nicht zu übersehen. Hier steht ein schönes neues Museum und die archäologischen Konservierungen sind um einiges besser.

DSC_1061  Hier die Huaca del sol, die noch „original“ erhalten ist, sprich ohne archäologische Arbeiten. Diese werden erst begonnen. Details bitte dem Link entnehmen;-) Zwischen den Pyramiden lag früher die Stadt, in welcher die Handwerker und die Landbevölkerung lebten.

Die Huaca de la luna kann besichtigt werden. Es handelt sich um mehrere übereinandergeschichtete Pyramiden. Sie wurden in Teilen freigelegt, um das Prinzip zu verdeutlichen. Um an die ältesten Wände-Gebäude zu kommen, müssen die äußeren vier oder fünf zerstört werden.

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Es waren heilige Stätten, an denen dem Gott Ai-Apaec Menschenopfer gebracht wurden, um beispielsweise um Regen zu bitten.

Verstarb der Herrscher, wurde auf dem alten Tempel dann ein neuer mit hunderttausenden von Adobe Steinen gebaut. Jede Familie, jeder Stamm, hatte dabei eine bestimmte Anzahl an Steinen zu liefern, die gekennzeichnet waren.

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Die Wandreliefs veränderten sich mit Herrscher und Zeit und auf der Nordseite wurden eine ganze Terrassenseite freigelegt. Priester, Sklaven, Fische, Schlangen, Vögel, alles hat eine Bedeutung in der Religion der  Moche.

DSC_1071Auch der sypathische, peruanische Nackthund ist zu sehen. Hier noch ein Original 😉

Dies war jetzt unsere letzte Besichtigung und wir wappnen uns langsam für die Rückreise ins winterliche Deutschland…heute Abend geht es nach Lima und um 04:30 a.m. müssen wir am International Airport sein.

Abschied kommt also noch 😉


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17./18.Tag: Trujillo und Chan Chan

Auch auf unserer gestrigen letzten Busfahrt von Cajamarca nach Trujillo, waren die Bagger mal wieder im Einsatz, da es am Vortag heftig geregnet hatte. Merke: Regenzeit birgt Verzögerung 😉

Heute haben wir zunächst eine Runde durch die Innenstadt mit dem schönen Plaza Mayor (natürlich der größte in Peru laut unserem Guide) und den prächtigen Kolonialbauten gedreht. Einige Häuser sind sehr schön restauriert und man kann sie besichtigen, wie bspw. das Casa  Bracamonte, heute eine Bank.

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DSC_0965 Das „Monumento a la Libertad“, welches in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhindert von einem Deutschen entworfen wurde, rief ob der Freizügigkeit der Figuren wohl zunächst einige Empörung hervor.

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Ein kurzer Bummel auf dem Mercado Central, wie immer und überall, buntes Treiben…

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DSC_1019Danach machten wir uns auf den Weg nach Chan Chan, mit einem Zwischenstop an der Huaca Esmeralda, ca. 5km in der Vorstadt. Die Pyramide stammt aus der Zeit Chimu, 900-1470 n.Chr. Die Regierung hat zwar Gelder für eine Sicherung bereitgestellt, damit der Regen nicht alles zerstört, aber die Umsetzung erfolgte mal wieder nur halb, weil das Geld „irgendwo versickerte“.  Dieser Umgang mit dem kulturellen präinkaischen Erbe kostet Chan Chan, wo wir danach hinfuhren, auch den Titel eines Weltkulturerbes. Es steht jetzt auf der roten Liste und wird nach der Aberkennung so allmählich dem Verfall preisgegeben.

Chan Chan ist eine 20qkm große Anlage mit Pyramiden aus Adobe und diente den Chimu als religiöse Stätte und auch Begräbsnisstatt der jeweiligen Herrscher. Das moderne Trujillo schiebt sich mittlerweile in gesamte Areal. Zu besichtigen ist nur ein Tempel von zehn, der Tschudi-Palast. Alle anderen sind entweder vom Regen und der Zeit verwaschen, bzw. verweht.

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Und auch den Pazifik sollten wir noch zu sehen bekommen, in Huanchaco gab es Lunch, natürlich Ceviche und ein Blick auf’s Strandleben außerhalb der Saison. Die Fischer nutzen immer noch die traditionellen Boote für ihren morgendlichen Fischzug.

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16.Tag: Cajamarca mit Cuy

DSC_0899 Heute war Stadtrundgang in Cajamarca und einige weitere Besichtigungen angesagt. Die Stadt liegt auf 2.750m Höhe und kennt nur zwei Jahreszeiten: Winter (Mai- Oktober) und Sommer (Nov.-April). Jetzt ist sommerliche Regenzeit, was man an den permanenten schauerartigen Regenfällen insbesondere am Nachmittag merkt. DSC_0900Zunächst ging es durch das koloniale Zentrum mit seinen drei Kirchen, von denen letztere als Museum genutzt wird. Viele der ländlichen Bewohner tragen diese speziellen weißen Hüte, sie heißen Sombreros de paja (also einfach Strohhut).

Das einzige Gebäude, was noch aus der Inka-Zeit stammt, ist das Zimmer, die Cuerto del Rescate,, welches der letzte Inka-Herrscher Atahualpa mit Gold und zweimal Silber auffüllen ließ, um sich von den Spaniern frei zu kaufen. Bis zur Höhe seines ausgestreckten Arms wurde 1532 das Lösegeld gezahlt, aber die Spanier ließen ihn dennoch nicht frei, sondern ermordeten ihn.

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Danach ging es ins zwanzig Kilometer entfernte Cumba Mayo. Das hieß wieder eine Stunde Schotter- und Rumpelpiste herauf auf 3.600 Höhenmeter. Zunächst wollte sich uns der Ort der Cajamarca-Ureinwohner nicht ganz erschließen, nach einer Weile wurde uns doch das Besondere dieses Ortes gegenwärtig. Es ist der Ursprung eines 9km langen Felsenkanals (Cumba Mayo heißt auch gut gebauter Kanal), welcher seit mehr als 2Tsd. Jahren die Bewässerung von Cajamarca sicher stellt.

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Er hat es getan! Da dies die letzte Gelegenheit war, hat sich Wiebe zum Mittagessen in Cajamarca mal ein „Picante papas con cuy frito“, die Spezialität des Hauses, bestellt. Guten Appetit!

 

 

 

 

 

 

Zum Verdauungsspaziergang ging es dann noch nach Otuzco, einer präinkaischen Begräbnisstätte.

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Nach einem kurzen Abstecher zum Bano del Inca, ein Thermalbad, was halt bereits von den Inkas genutzt wurde, gab es zum Nachtisch noch ein Holanda-Eis, von einem niederländischen Landsmann am Plaza de Armas.


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15.Tag: Fahrt nach Cajamarca

Jetzt haben wir wieder Netzzugang, daher wird hier nachgeholt …. s.a. 14. Tag!

Wir konnten uns ja zunächst nicht vorstellen, dass man für eine Wegstrecke von 250km satte neun Stunden mit dem Auto brauchen kann. Doch heute wurden wir eines Besseren belehrt.

DSC_0858Wenn man über mehrere 3.500 Meter Pässe fährt, die bis dato nicht asphaltierte Straße kilometerlang  „en construcción” ist und der Regen noch sein Übriges tut, kann das doch schon mal so lange dauern.

DSC_0850Hier einige Impressionen unserer Fahrt, die uns durch mehrere Klimazonen geführt hat. Der Nebel, der am Morgen die Sicht versperrte, die Brücke über den Maranon, der Viehmarkt nach Celendin oder die kilometerlangen Baustellen (man nennt Peru auch den größten Golfplatz der Welt: 18.000 Löcher) – es gab immer etwas zu sehen.

 

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14. Tag: Leymebamba

Heute wollten wir eigentlich auf Pferden zu den Ruinen von La Congona reiten (da der Weg viel zu beschwerlich und vor allem total schlammig ist), aber es schüttete wie aus Kübeln. Daher sagten wir die Unternehmung ab, denn die Aussicht vier Stunden im Regen auf einem Gaul  zu trotten erschien uns dann doch nicht so verlockend.

DSC_0769Also verkürzten wir unser Kulturprogramm auf den Besuch des Museums von Leymebamba und da die Sonne sich auch kurz blicken ließ, spazierten wir die 3 km zurück in den Ort. Das Museum beherbergt die über 200 Mumien, die im District Leymebamba an der Laguna del Condor gefunden und archäologisch gesichert wurden.

DSC_0776Es handelt sich wahrscheinlich um Chachapoyas-Mumien, allerdings bereits aus der Zeit, als die Inkas diese überfallen hatten. So kann nicht gewiss gesagt werden, ob nicht der eine oder andere Inka dabei ist. Andreas konnte uns viel darüber erzählen, da er mit dem Anthropologen Peter Lerche bekannt ist, der an der Sicherung der Mumien maßgeblich beteiligt war. Einiges über die Mumien von Leymebamba kann man nachlesen.

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Am Nachmittag war noch Zeit ein bißchen durch das Städtchen zu drempeln und einige Bilder zu schießen. Sehr schön waren die typischen kleinen Balkone zu betrachten und halt Dorfleben in der Regenzeit….

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13. Tag: Von Chachapoyas nach Kuelpa

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Vor allem, wenn man, wie wir noch die Regenzeit etwas mitnimmt. Wir waren jetzt vier Tage ohne Internet, daher hier gleich etliche Beiträge auf einmal… Bitte auch nach unten schauen 😉

Gestern starteten wir pünktlich um 8h, um durch das Utcubamba-Tal zu den Ruinen von Kuelap zu fahren. Es hatte in der Nacht heftig in einigen Tälern geregnet, so dass die Straße nicht passierbar war, da der Fluss doch arg übergetreten war.

 

Also wieder zurück und neuer Versuch über die Berge und den Ort Levanto nach Tingo. Doch auch hier wurden wir gestoppt, denn ein Felsrutsch hatte den Bach aufgestaut, der wiederum die halbe Straße weggerissen hatte. Zum Glück hatte der Bürgermeister von Chachapoyas bereits den Bagger losgeschickt und so konnten wir Zeuge werden, wie innerhalb von zwei Stunden mal eben wieder ein Fahrtweg hergestellt wurde. Let’s make it work! Es gibt noch ein Filmchen, mit den waghalsigen Baggerkunststücken, dass dann, wenn wir wieder zu Hause sind.

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DSC_0706Auch wir konnten passieren und es weiter über Nuevo Tiego in Richtung Kuelap. Die Strassen waren manchmal auch etwas vom Regen mitgenommen. Ein Vierrad-Pick up wäre hier sicher besser unterwegs gewesen.

Mit viel Verspätung kamen wir dann am Nachmittag in Kuelap an.

Keulap gehört neben Machu Pichu zu den bedeutendsten Ruinenanlagen in Peru. Nach dem zweistündigen Rundgang wussten wir auch warum.

Die Stadt wurde von den Chachapoyas im 12. Jahrhundert gebaut. Heute ist der durchaus mystische Ort mit Bäumen, behangen mit Bromelien,  zugewachsen und wird nur von einigen tausend Touristen im Jahr besucht. Die Stadt liegt auf ca. 3.000 Höhenmeter und man hat einen strategischen Blick in die Weite der Landschaft. Mehr über die Chachapoyas hier, aber sicher nicht genug.

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Kuelap ist ca. 500m breit und 2km lang und scheint in mehreren Abschnitten erbaut. Die Archäologen schreiben, dass es ein religiöses Zentrum war.

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Die Chachapoyas betrieben Landwirtschaft auf den terrassenartig angelegten Feldern, so wie es auch heute noch getan wird. Die Stadt Kuelap ist nur durch drei Eingänge, zwei im Westen, einer im Osten erreichbar. Die Chachapoyas wurden auch „Nebelmenschen“ genannt, in dieser Höhe nachvollziehbar. Sie bauten Rundhäuser, die auf einem ebenfalls runden Plateau standen. Oben ist auch ein Nachbau zu sehen.

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Die Ruinen wurden Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt. Wir waren im schönen Nachmittagslicht total begeistert.