Projektreise Suedamerika2013

Eine Reise für die Eva Niemack- Claudia Jahnke Stiftung mit Plan International


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20.Tag: Lima -Airport

Nach kurzem Flug sind wir in Lima gelandet, von wo es morgen früh ins winterliche Berlin zurückgeht.
Zum Abschluß stoßen wir mit einem Pisco Sour auf eine bewegende, interessante und manchmal etwas abenteuerliche Reise durch Bolivien und Peru an!
Dank an Plan Bolivien und Peru für die herzliche Gastfreundschaft und die Einblicke in ihre Arbeit hier vor Ort. Dank auch an das Plan Stiftungszentrum Deutschland für die Organisation und Begleitung vor Ort! Und danke an alle mitreisenden Stifter und Paten, für die schönen gemeinsamen und freudvollen Momente!!!

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8.Tag: Piura und Tambogrande

Gestern Abend ging es noch hoch in den Norden nach Piura, in die Wärme: 34 Grad! Uns haben einige Schneebilder aus Deutschland erreicht, liebe Leute, es gibt die Sonne noch. Hier eher zu viel davon.

Am Morgen fuhren wir nach Tambogrande, um uns das „Business Skills Projekt“ anzusehen und an einem Workshop teilzunehmen. Plan beschreibt es so: „Ziel des Projekts ist es, die Lebensqualität und die wirtschaftliche Situation der Familien in Piura dauerhaft zu verbessern. Insbesondere Kinder und Jugendliche sollen ihre wirtschaftlichen Kenntnisse und sozialen Kompetenzen erweitern und ein Spar-Verhalten entwickeln, das ihnen hilft, auch mit wenigen Mitteln eine Existenz aufzubauen und zu sicher. Die Jugendlichen erhalten auf ihren Bedarf abgestimmte Schulungen über unternehmerisches Verhalten, Sparen und soziale und organisatorische Kompetenzen. Hinzu kommt Buchführung, denn die Jungs und Mädchen haben ein gemeinsames Sparkonto. Die Lehrkräfte nehmen an Schulungen über soziale und wirtschaftliche Unternehmungen teil und werden als Übungsleiter ausgebildet.“

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Wir haben an einem Workshop teilgenommen und auch ein bißchen mitgearbeitet, um zu sehen, wie die Skills vermittelt werden. Die Kinder stellten sich und ihre Projekt vor. Sie veranstalten Kinoabende und verkaufen Kuchen, sie reparieren Reifen und haben mittlerweile so viel Geld neben der Schule erarbeitet, dass sie Mikrokredite innerhalb der Gemeinde vergeben. Verrückt, aber interessant, dass dies so funktioniert.

Die Lebensbedingungen sind in dieser wüstenartigen Region vor allem durch den dauerhaften Wassermangel geprägt. Es muss aus Tambogrande in die Gemeinde gebracht werden und ist recht teuer.

DSC_0459 DSC_0415Das Plan Projekt ist hier abgeschlossen, soll jedoch in anderen Gemeinden fortgesetzt werden.

Danach besuchten wir in Tambogrande noch die technischen Wochenendkurse, die von der Gemeinde organisiert und durchgeführt werden. Vom Schweißen, Kuchen backen, Nähen, Spielzeugherstellung war alles vertreten und es wurde alles gezeigt. Die Jugendliche sind meist Schulabbrecher, die hier technische Skills erlernen sollen und so zu einem Beruf heranzuführen.

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DSC_0512 Lena von Plan ließ sich gleich einmal frisieren und die Stifter waren ob der Eindrücke und Hitze erschöpft 😉

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7. Tag: Lima

Wir lernten im Plan Büro in Lima, die Country Direktorin Peru Mariella und einige ihrer Mitarbeiter kennen. Einige Projekte wurden vorgestellt, darunter auch jenes gegen „extreme poverty“. Dabei geht es um Familien, die in so extremer Armut leben, dass sie nicht in der Lage sind, an einem Mikrofinanzierungsprojekt teilzunehmen. Es gibt von Plan dazu hier in Peru ein Pilotprojekt in Cuszco, welches unsere Mitreisenden dann auch besuchen werden.

DSC_0365Da am 8.März der Tag der Frau (la diaz de las mujeres) gefeiert wird, besuchten wir ein Projekt in La Ensenada. Die Frauen haben sich in diesem sehr armen Vorort in einer Gruppe zusammengeschlossen und lernen häkeln und stricken. Eine von ihnen, Judith, auf dem Foto 2.v.l., hat ein kleines Geschäft aufgemacht und verkauft die Waren.

DSC_0366Meistens haben die Frauen gar kein eigenenes Einkommen. Plan unterstützt hier mit Workshops und Trainings zu Themen wie Gesundheit, Ernährung und Erziehung. Wir haben wieder einmal erlebt,  wie Stolz die Frauen darauf sind, sich aktiv zu beteiligen und ihre Erfolge auch uns zu zeigen.

Die Siedlungen wachsen an den Berghängen zunächst durch illegale Landnahme mit einfachsten Hütten. So bald die communidad dann ein bißchen Infrastruktur in Form von Treppen oder Strassen schafft, sind die Häuser legalisiert.

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Das Hauptproblem ist das fehlende Wasser, bzw. das teure Trinkwasser, welches mit kleinen Tankwagen herangeschafft und dann verkauft wird.

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5. Tag: Tarija-Padcaya

DSC_0250Diesen Tag haben wir in der Gemeinde Padcaya, ca. eine Stunde von Tarija entfernt,  verbracht. Dort werden im Rahmen des Friedensprojektes erste Workshops mit Jugendlichen durchgeführt. Doch zunächst wurden wir von der Gemeinde begrüßt und uns wurden unterschiedliche Projekte vorgestellt, die hier durchgeführt werden. Es waren auch Vertreter der beteiligten Organisationen Abocol und UNIR dabei. Wir wurden ganz offiziell begrüßt und mit den Produkten aus der Region kulinarisch verwöhnt. Leiderverspätete sichder Bürgermeister um drei Stunden, nahm dann aber den Rest des Tages, auch am gemeinsamen Gespräch mit den Jugendlichen teil.

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Es gibt viele Herausforderungen in dieser Gegend, denn viele kleinere Dörfer sind nur schlecht zu erreichen. Themen wie Gewalt gegen Kinder und Frauen wurden angesprochen und wie gering die Chancen noch sind, dagegen vorzugehen. Plan unterstützt hier einige Projekte, die unter anderem Volunteers ausbilden, die dann in den Dörfern vor Ort Ansprechpartner sind und unterstützen können. Denn die Kommune setzt häufig andere Prioritäten, als dieses Thema mit mehr Personal oder Infrastruktur anzugehen.

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Es gab Gelegenheit, mit den jugendlichen Workshopteilnehmern zu sprechen. Sie selbst stellten sich und ihre drängendsten Probleme vor. Fehlende sexuelle Aufklärung in der Schule, Tabuisierung des gesamten Themas Aufklärung, Mobbing, fehlende Unterstützung durch die Gemeinde zur Durchsetzung ihrer Interessen und auch das Thema Gewalt wurden angesprochen. Viele der Jugendlichen müssen sich gegen Vorbehalte sowohl ihrer Eltern als auch innerhalb der Gemeinde wehren und durchsetzen, an diesen Workshops teilzunehmen. Hier werden neue Formen der Konflikterkennung und -lösung vorgestellt und erlernt. Unser Besuch sollte auch gegenüber der Gemeinde nochmals die Relevanz dieses Projektes betonen und so die Plan Mitarbeiter vor Ort unterstützen.

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Danach hatten wir noch Gelegenheit, eine Familie und deren Hof kennenzulernen, die an dem Projekt zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Nutzung und Ernährung teilgenommen haben.

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Es gibt ja ein Thema, was alle Länder und alle Generationen verbindet: Fussball!

Also wurde gemeinsam mal ein bißchen gebolzt. Messi ist der Held dieser kleinen Ballkünstler und der Sieg der Bolivianer gegen Argentinien vor ein paar Wochen ist für sie legendär. Wiebe wollte sich als niederländischer Messi „verkaufen“, was dann doch alle erheiterte 😉

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4.Tag: Tarija

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Auf diesen Tag hatten wir uns schon sehr gefreut, denn heute ging es in den Süden nach Tarija, wo wir die Arbeit des Stipendienprogramms, welches wir im letzten Jahr unterstützt haben, kennen lernen.

Wir wurden von den Mitarbeitern des Plan Büros Tarija herzlich begrüßt und es waren sechs Mädchen aus dem Programm direkt aus Yunchara dabei. Nach der Präsentation der Arbeit in diesem Distrikt, konnten wir uns in kleinen Gruppen mit den Mädchen unterhalten.

DSC_0215Nachdem das „Eis etwas geschmolzen“ war, stellten auch die Mädchen uns ein paar Fragen. Welchen Beruf wir haben, warum wir hier in Bolivien unterstützen usw. Die Mädchen werden im nächsten Jahr die Sekundarschule (ähnlich 9. Klasse bei uns) abschließen und möchten danach eine Ausbildung beginnen, bzw. studieren.

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Plan hat ein Projekt begonnen, in dem die technische Ausbildung von Mädchen und Jungen durchgeführt wird. Zwei Absolventinnen des Programms berichteten von ihren Erfahrungen und  uns wurde auch aus dem Gespräch mit den Mädchen klar, dass es wichtig ist, nun diesen nächsten Schritt in Richtung Berufsausbildung zu unterstützen. Darüber sicher dann mehr auf der Stiftungsseite nach unserer Rückkehr.

Der Abend mit den Plan-Mitarbeitern aus Tarija war sehr nett  und es hat uns viel Spaß gemacht (wie man auf dem zweiten Bild sieht ;-).

3. Tag: La Paz

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Im Plan Büro La Paz wurden wir von der Country Direktorin Jennifer begrüßt.Neben den Plan Mitarbeitern waren auch deren Kollegen von den Organisationen Abocol und UNIR vor Ort, denn die drei Organisationen führen gerade in Bolivien ein gemeinsames Projekt „Friedensförderung“ durch. Dieses wird maßgeblich von der Heinrich Siegmann Stiftung finanziert, deren Vorstand Herr Rönning zu unserer Reisegruppe gehört. Über das interessante Projekt werde ich an anderer Stelle nochmals ausführlicher berichten.

DSC_0155Nachmittags stand noch ein bißchen Sightseeing auf dem Programm. Wir sind ein bißchen durch den „spanischen“ Altstadtteil, mit dem Theatro Municipal, geschlendert.

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Neben der bolivianischen Flagge findet man hier auch immer die gemeinsame Flagge der indogenen Bevölkerung.

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2.Tag: Huarina und Titicacasee

El AltoHeute ging es etwas Verspätung los in Richtung Titicacasee in die Gemeinde Huarina. Zunächst hinauf auf 4.000 Höhenmeter Richtung und durch El Alto, einer angrenzenden Stadt, in der auch der Flughafen liegt.

 

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In einem Ort der Gemeinde Huarina warteten im Jugendclub, der von Plan und einer anderen Organisation in Zusammenarbeit mit der örtlichen Communidad unterhalten wird, etliche Kinder, Jugendliche und deren Betreuer auf uns.

Der sehr engagierte „Rat“ der Jugendlichen stellte seine Arbeit vor und was ihre Hauptanliegen sind. Vorrangig ist dies die Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Zum Teil auch vor dem Hintergrund, dass die Kinder häusliche Gewalt auch selbst erfahren haben.

Es hat uns sehr, sehr beeindruckt, mit welcher „Verve“ die Arbeiten vorgestellt wurden. Seien es Projekte zur Einbeziehung von Tauben und Stummen, seien es Anträge gegen Kinderarbeit oder aber das Eintreten für Waisen, die von keinerlei sozialem Netz in Bolivien aufgefangen werden und daher gezwungen sind, zu arbeiten.

Die Jugendlichen führten uns noch ein kleines Theaterstück vor, in welchem sie die Gewalt gegen Frauen darstellen und was sie in anderen Dörfern und Gemeinden präsentieren.

„Teile, was Du hast“ – daher wurden wir noch zu einem Imbiss eingeladen und haben noch einige Fragen zum Leben der Kinder und Jugendlichen stellen können. Es war ein sehr herzlicher Empfang, der uns bereitet wurde und wir waren sehr beeindruckt von der Arbeit aller Beteiligten.

Nachdem uns beim Mittagessen auch der Bürgermeister der Stadt Huarina begrüßt hatte, standen doch noch ein kleines touristisches Programm an: eine Fahrt mit einem Boot, welches der RaII von Thor Heyendahl nachempfunden wurde, das er hier am Titicacasee anfertigen ließ und mit dem er den Atlantik überquerte. Das Oberhaupt der Familie Limachi soll noch am Originalbau Anfang der siebziger Jahre dabei gewesen sein.

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