Projektreise Suedamerika2013

Eine Reise für die Eva Niemack- Claudia Jahnke Stiftung mit Plan International


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19.Tag: Huaca de la luna, Huaca del sol

DSC_1054An unserem letzten Tag ging es noch einmal 15km südlich von Trujillo zur Huaca de la luna und zur Huaca del sol. Diese beiden  Moche-Pyramiden werden von einer privaten Stiftung betreut, der Unterschied zu Chan Chan ist nicht zu übersehen. Hier steht ein schönes neues Museum und die archäologischen Konservierungen sind um einiges besser.

DSC_1061  Hier die Huaca del sol, die noch „original“ erhalten ist, sprich ohne archäologische Arbeiten. Diese werden erst begonnen. Details bitte dem Link entnehmen;-) Zwischen den Pyramiden lag früher die Stadt, in welcher die Handwerker und die Landbevölkerung lebten.

Die Huaca de la luna kann besichtigt werden. Es handelt sich um mehrere übereinandergeschichtete Pyramiden. Sie wurden in Teilen freigelegt, um das Prinzip zu verdeutlichen. Um an die ältesten Wände-Gebäude zu kommen, müssen die äußeren vier oder fünf zerstört werden.

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Es waren heilige Stätten, an denen dem Gott Ai-Apaec Menschenopfer gebracht wurden, um beispielsweise um Regen zu bitten.

Verstarb der Herrscher, wurde auf dem alten Tempel dann ein neuer mit hunderttausenden von Adobe Steinen gebaut. Jede Familie, jeder Stamm, hatte dabei eine bestimmte Anzahl an Steinen zu liefern, die gekennzeichnet waren.

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Die Wandreliefs veränderten sich mit Herrscher und Zeit und auf der Nordseite wurden eine ganze Terrassenseite freigelegt. Priester, Sklaven, Fische, Schlangen, Vögel, alles hat eine Bedeutung in der Religion der  Moche.

DSC_1071Auch der sypathische, peruanische Nackthund ist zu sehen. Hier noch ein Original 😉

Dies war jetzt unsere letzte Besichtigung und wir wappnen uns langsam für die Rückreise ins winterliche Deutschland…heute Abend geht es nach Lima und um 04:30 a.m. müssen wir am International Airport sein.

Abschied kommt also noch 😉


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17./18.Tag: Trujillo und Chan Chan

Auch auf unserer gestrigen letzten Busfahrt von Cajamarca nach Trujillo, waren die Bagger mal wieder im Einsatz, da es am Vortag heftig geregnet hatte. Merke: Regenzeit birgt Verzögerung 😉

Heute haben wir zunächst eine Runde durch die Innenstadt mit dem schönen Plaza Mayor (natürlich der größte in Peru laut unserem Guide) und den prächtigen Kolonialbauten gedreht. Einige Häuser sind sehr schön restauriert und man kann sie besichtigen, wie bspw. das Casa  Bracamonte, heute eine Bank.

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DSC_0965 Das „Monumento a la Libertad“, welches in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhindert von einem Deutschen entworfen wurde, rief ob der Freizügigkeit der Figuren wohl zunächst einige Empörung hervor.

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Ein kurzer Bummel auf dem Mercado Central, wie immer und überall, buntes Treiben…

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DSC_1019Danach machten wir uns auf den Weg nach Chan Chan, mit einem Zwischenstop an der Huaca Esmeralda, ca. 5km in der Vorstadt. Die Pyramide stammt aus der Zeit Chimu, 900-1470 n.Chr. Die Regierung hat zwar Gelder für eine Sicherung bereitgestellt, damit der Regen nicht alles zerstört, aber die Umsetzung erfolgte mal wieder nur halb, weil das Geld „irgendwo versickerte“.  Dieser Umgang mit dem kulturellen präinkaischen Erbe kostet Chan Chan, wo wir danach hinfuhren, auch den Titel eines Weltkulturerbes. Es steht jetzt auf der roten Liste und wird nach der Aberkennung so allmählich dem Verfall preisgegeben.

Chan Chan ist eine 20qkm große Anlage mit Pyramiden aus Adobe und diente den Chimu als religiöse Stätte und auch Begräbsnisstatt der jeweiligen Herrscher. Das moderne Trujillo schiebt sich mittlerweile in gesamte Areal. Zu besichtigen ist nur ein Tempel von zehn, der Tschudi-Palast. Alle anderen sind entweder vom Regen und der Zeit verwaschen, bzw. verweht.

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Und auch den Pazifik sollten wir noch zu sehen bekommen, in Huanchaco gab es Lunch, natürlich Ceviche und ein Blick auf’s Strandleben außerhalb der Saison. Die Fischer nutzen immer noch die traditionellen Boote für ihren morgendlichen Fischzug.

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