Projektreise Suedamerika2013

Eine Reise für die Eva Niemack- Claudia Jahnke Stiftung mit Plan International


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12. Tag: Gocta und Chachapoyas

Heute haben wir uns um 8 Uhr auf den Weg zum Wasserfall gemacht. Das Klima ist hier „andentropisch“, es kann doch ab und zu heftig regnen, aber wir haben Glück gehabt und es blieb trocken. Vom Schweiß mal abgesehen. Wir sind fast sechs Stunden unterwegs gewesen, aber es hat sich wirklich gelohnt!

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Nachmittags ging es dann weiter nach Chachapoyas, wo wir leider mit Regen empfangen wurden. So blieb nur ein kleiner Rundgang über die Plaza und ein kurzer Einkauf. Die Wanderung hatte uns doch geschafft 😉


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11. Tag: Cocachimba und Gocta

Unsere Busnachtfahrt von Chiclayo nach Pedro Ruiz, in den Amazonas Distrikt, wurde um 04:00 a.m. jäh unterbrochen, als der Busfahrer stoppte, Licht anmachte und uns mitteilte, dass wir alle aussteigen müssen, da der Bus kaputt sei. Es würde ca. 2-3h dauern, bis ein Ersatzbus komme oder wir könnten im Stehen die letzten 1,5h im nachfolgenden Bus mitfahren. Was tun? Hatten wir das alles richtig verstanden? Wenn wir mitfahren wollten, hätten wir aber unser Gepäck zurücklassen müssen. Das geht gar nicht! 

Also wieder rein in den Bus, wie etliche andere auch,  Augen zu, schlafend warten. Schon um 6:30h war, oh Wunder wirklich der Ersatzbus da und wir waren um 08:00 in Pedro Ruiz. Dort wurden wir von Andreas, unserem Guide für die nächsten fünf Tage bereits erwartet. Aus dem Bus, der zuvor angekommen war, hatte man ihm berichtet, dass die zwei Gringos gewartet haben, also wusste er ungefähr, wo wir stecken. Andreas kam vor ca. 20 Jahren als Wehrersatzdiesntleistender hier in die Chachapoyas Region, bevor er sich dann vor einigen Jahren entschied, natürlich auch der Liebe wegen, für immer hier zu bleiben.

Es ging durch das  Utcubamba Tal in das Dörfchen Cocachimba in die Gocta Lounge. Von hier hat man einen phantastischen Blick auf den Gocta Wasserfall, der erst 2006 offiziell „entdeckt“ und seitdem als 3. Oder 16. Höchster Wasserfall geführt wird (mit Stufe ist er nur 16., als Ganzes dritthöchster Wasserfall mit 771m. Nach einem Frühstück und einer kleinen Siesta sah die Welt nach der Aufregung am frühen morgen schon gaaanz anders aus.

Ausserdem war heute mal Ruhetag angesagt, wir sind im Dorf etwas essen gegangen, und Wiebe hat es sogar in den Pool gewagt. Bei dieser Aussicht!

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Die Lamas dienen hier als Rasenmäher 😉

DSC_0609Hier wird noch traditionell mit dem „mobilen“ Webstuhl gewebt, wie wir auf unserem Dorfrundgang sehen konnten.


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09.+10.Tag: Abschied und weiter geht es …

Nun war es Zeit, uns von der Plan Gruppe zu verabschieden. Die Stifter reisen via Lima weiter nach Cusco, doch da wir dort vor zwei Jahren bereits waren, haben wir uns entschieden, uns „auszuklinken“ und noch ein bißchen durch den Norden zu reisen, den wir vor zwei Jahren nicht geschafft haben.

So wird uns die Tour erst an die Küste, in die Berge und danach via Trujillo zurück nach Lima führen.

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Via Linienbus sind wir nach drei Stunden Fahrt in Chiclayo angekommen und nachmittags ging es gleich ins Sipán Tumbes Real Museum, wo der Senor de Sipán zu bewundern ist.

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Bitte dem Link folgen, wer denn mehr zur Moche-Kultur und zur Entdeckung des Senor wissen möchte 😉

DSC_0571Am heutigen Montag sind wir dann zu der Originalausgrabungsstätte Huaca Larga gefahren und haben die Reste der Pyramiden dort und weitere Ausstellungsstücke im dortigen Museum bewundert.

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Weiter ging es dann nach Tucume, wo wir weitere Ausgrabungen sehen konnten. Hier war auch Thor Heyendahl tätig, so schließen sich Kreise.

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So eine kleine Siesta hätte uns auch gut getan, es sind immerhin 32 Grad 😉


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8.Tag: Piura und Tambogrande

Gestern Abend ging es noch hoch in den Norden nach Piura, in die Wärme: 34 Grad! Uns haben einige Schneebilder aus Deutschland erreicht, liebe Leute, es gibt die Sonne noch. Hier eher zu viel davon.

Am Morgen fuhren wir nach Tambogrande, um uns das „Business Skills Projekt“ anzusehen und an einem Workshop teilzunehmen. Plan beschreibt es so: „Ziel des Projekts ist es, die Lebensqualität und die wirtschaftliche Situation der Familien in Piura dauerhaft zu verbessern. Insbesondere Kinder und Jugendliche sollen ihre wirtschaftlichen Kenntnisse und sozialen Kompetenzen erweitern und ein Spar-Verhalten entwickeln, das ihnen hilft, auch mit wenigen Mitteln eine Existenz aufzubauen und zu sicher. Die Jugendlichen erhalten auf ihren Bedarf abgestimmte Schulungen über unternehmerisches Verhalten, Sparen und soziale und organisatorische Kompetenzen. Hinzu kommt Buchführung, denn die Jungs und Mädchen haben ein gemeinsames Sparkonto. Die Lehrkräfte nehmen an Schulungen über soziale und wirtschaftliche Unternehmungen teil und werden als Übungsleiter ausgebildet.“

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Wir haben an einem Workshop teilgenommen und auch ein bißchen mitgearbeitet, um zu sehen, wie die Skills vermittelt werden. Die Kinder stellten sich und ihre Projekt vor. Sie veranstalten Kinoabende und verkaufen Kuchen, sie reparieren Reifen und haben mittlerweile so viel Geld neben der Schule erarbeitet, dass sie Mikrokredite innerhalb der Gemeinde vergeben. Verrückt, aber interessant, dass dies so funktioniert.

Die Lebensbedingungen sind in dieser wüstenartigen Region vor allem durch den dauerhaften Wassermangel geprägt. Es muss aus Tambogrande in die Gemeinde gebracht werden und ist recht teuer.

DSC_0459 DSC_0415Das Plan Projekt ist hier abgeschlossen, soll jedoch in anderen Gemeinden fortgesetzt werden.

Danach besuchten wir in Tambogrande noch die technischen Wochenendkurse, die von der Gemeinde organisiert und durchgeführt werden. Vom Schweißen, Kuchen backen, Nähen, Spielzeugherstellung war alles vertreten und es wurde alles gezeigt. Die Jugendliche sind meist Schulabbrecher, die hier technische Skills erlernen sollen und so zu einem Beruf heranzuführen.

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DSC_0512 Lena von Plan ließ sich gleich einmal frisieren und die Stifter waren ob der Eindrücke und Hitze erschöpft 😉

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7. Tag: Lima

Wir lernten im Plan Büro in Lima, die Country Direktorin Peru Mariella und einige ihrer Mitarbeiter kennen. Einige Projekte wurden vorgestellt, darunter auch jenes gegen „extreme poverty“. Dabei geht es um Familien, die in so extremer Armut leben, dass sie nicht in der Lage sind, an einem Mikrofinanzierungsprojekt teilzunehmen. Es gibt von Plan dazu hier in Peru ein Pilotprojekt in Cuszco, welches unsere Mitreisenden dann auch besuchen werden.

DSC_0365Da am 8.März der Tag der Frau (la diaz de las mujeres) gefeiert wird, besuchten wir ein Projekt in La Ensenada. Die Frauen haben sich in diesem sehr armen Vorort in einer Gruppe zusammengeschlossen und lernen häkeln und stricken. Eine von ihnen, Judith, auf dem Foto 2.v.l., hat ein kleines Geschäft aufgemacht und verkauft die Waren.

DSC_0366Meistens haben die Frauen gar kein eigenenes Einkommen. Plan unterstützt hier mit Workshops und Trainings zu Themen wie Gesundheit, Ernährung und Erziehung. Wir haben wieder einmal erlebt,  wie Stolz die Frauen darauf sind, sich aktiv zu beteiligen und ihre Erfolge auch uns zu zeigen.

Die Siedlungen wachsen an den Berghängen zunächst durch illegale Landnahme mit einfachsten Hütten. So bald die communidad dann ein bißchen Infrastruktur in Form von Treppen oder Strassen schafft, sind die Häuser legalisiert.

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Das Hauptproblem ist das fehlende Wasser, bzw. das teure Trinkwasser, welches mit kleinen Tankwagen herangeschafft und dann verkauft wird.

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6.Tag: Reise nach Lima

Heute war langer Reisetag. Via Cochabamba und La Paz ging es nach Lima. Hasta luego Bolivia!

Hier sieht man nochmals, wie sich La Paz in den Talkessel schmiegt und El Alto, die angrenzende Stadt „darüber“, auf 4tsd Höhenmeter.

Und nochmals der Titicacasee von oben  😉

In Lima wurden wir von Ursula und William nett begrüßt und ins Hotel gebracht. Der Verkehr in Lima hat sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt!


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5. Tag: Tarija-Padcaya

DSC_0250Diesen Tag haben wir in der Gemeinde Padcaya, ca. eine Stunde von Tarija entfernt,  verbracht. Dort werden im Rahmen des Friedensprojektes erste Workshops mit Jugendlichen durchgeführt. Doch zunächst wurden wir von der Gemeinde begrüßt und uns wurden unterschiedliche Projekte vorgestellt, die hier durchgeführt werden. Es waren auch Vertreter der beteiligten Organisationen Abocol und UNIR dabei. Wir wurden ganz offiziell begrüßt und mit den Produkten aus der Region kulinarisch verwöhnt. Leiderverspätete sichder Bürgermeister um drei Stunden, nahm dann aber den Rest des Tages, auch am gemeinsamen Gespräch mit den Jugendlichen teil.

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Es gibt viele Herausforderungen in dieser Gegend, denn viele kleinere Dörfer sind nur schlecht zu erreichen. Themen wie Gewalt gegen Kinder und Frauen wurden angesprochen und wie gering die Chancen noch sind, dagegen vorzugehen. Plan unterstützt hier einige Projekte, die unter anderem Volunteers ausbilden, die dann in den Dörfern vor Ort Ansprechpartner sind und unterstützen können. Denn die Kommune setzt häufig andere Prioritäten, als dieses Thema mit mehr Personal oder Infrastruktur anzugehen.

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Es gab Gelegenheit, mit den jugendlichen Workshopteilnehmern zu sprechen. Sie selbst stellten sich und ihre drängendsten Probleme vor. Fehlende sexuelle Aufklärung in der Schule, Tabuisierung des gesamten Themas Aufklärung, Mobbing, fehlende Unterstützung durch die Gemeinde zur Durchsetzung ihrer Interessen und auch das Thema Gewalt wurden angesprochen. Viele der Jugendlichen müssen sich gegen Vorbehalte sowohl ihrer Eltern als auch innerhalb der Gemeinde wehren und durchsetzen, an diesen Workshops teilzunehmen. Hier werden neue Formen der Konflikterkennung und -lösung vorgestellt und erlernt. Unser Besuch sollte auch gegenüber der Gemeinde nochmals die Relevanz dieses Projektes betonen und so die Plan Mitarbeiter vor Ort unterstützen.

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Danach hatten wir noch Gelegenheit, eine Familie und deren Hof kennenzulernen, die an dem Projekt zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Nutzung und Ernährung teilgenommen haben.

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Es gibt ja ein Thema, was alle Länder und alle Generationen verbindet: Fussball!

Also wurde gemeinsam mal ein bißchen gebolzt. Messi ist der Held dieser kleinen Ballkünstler und der Sieg der Bolivianer gegen Argentinien vor ein paar Wochen ist für sie legendär. Wiebe wollte sich als niederländischer Messi „verkaufen“, was dann doch alle erheiterte 😉

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